
Heutzutage werden die Boilierezepte immer ausgefallener.
Hier noch 35g, da noch 2ml und im Endeffekt haben wir eine Chemiebombe, die einem natürlichen Köder nicht mehr ähnelt.
Denn vergessen wir eines nicht.
Der Karpfen verdankt sein enormes Gewicht nicht nur den Boilies, die wir ihnen die Saison über anbieten. Von klein auf ist er es gewohnt, sich von natürlichen Ködern, wie Schnecken, Muscheln, Krebsen und Zuckmückenlarven zu ernähren.
Ein Boilie steht überhaupt nicht auf der Speisekarte.
Aber was macht nun den Reiz aus??

Als erstes sicherlich die Neugier. Da wird die kleine Kugel ins Maul genommen, wieder ausgespuckt und wenn sie für gut befunden wird, dann wird der Gewässerboden leergesaugt.
Was ist nun aber ausschlaggebend für gut oder nicht gut??
Die Reize des Karpfens müssen angesprochen werden.
Sprich - Geruch, Geschmack und Konsistenz spielen eine große Rolle.
Warum aber muss ein Boilie voller Nährstoffe und Proteine stecken??
Der Karpfen schmeckt das nicht heraus.

Er merkt sehr wohl, ob der Boilie süss, würzig oder bitter schmeckt, aber wie viel Gramm Proteine da nun drin sind, dass merkt er nicht.
Also lassen wir seit einiger Zeit diese Proteinschlacht sein und beschränken uns auf das Wesentliche.
Viel Zeit widmen wir den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und dem Geruch.
Da wir unseren Grundmix von einem Händler aus Norddeutschland beziehen, brauchen wir uns damit also nicht mehr zu befassen, zumal der Mix wirklich spitze ist.

In der Regel verwenden wir
Seadfood Mix:
Seafood Mixe bestehen aus Fischmehl und haben von Natur aus einen starken Eigenduft.
Auch ohne weitere Zusatzstoffe sind sie sehr fängig,
allerdings hat dieser Mix den Nachteil, dass er eine schlechte Bindefähigkeit besitzt.
Dem kann aber abgeholfen werden, indem ihr einfach Stoffe mit hinzu gebt, die eine hohe Bindefähigkeit besitzen.
Weizen-Gluten, Grieß, Stärkemehl und Maismehl sind dafür gut geeignet.
Birdfood Mix:
Unser bevorzugter Mix.
Enthält Mischungen aus Vogelfutter, aber auch Frolic.
Um den Teig geschmeidiger zu machen, geben wir dem Teig etwas Soja-Öl mit bei und natürlich Flavour.
Das schöne an einem Bird Food Mix ist, dass wir ihn mit einigen Flavour bereichern können.
Oft verwenden wir süße oder fruchtige Flavour, aber auch würzige können Erfolge bringen.
Was wir grundsätzlich mit an die Boilie-Mischung geben, ist ein Appetitanreger, also ein Stimulator.
Denn der Boilie soll ja auch nach dem schmecken, wonach er riecht oder duftet.
Es gibt einige Grundarten an Stimulatoren.
Flavour:
Ein Kapitel für sich sind die Flavour.
Es gibt mittlerweile die abenteuerlichsten Duftrichtungen.
Aber es gibt auch Flavour, auf die wir nicht verzichten, wie z.Bsp.:

Das sind so unsere gängigsten und fängigsten Flavour.
Pro Kilo geben wir zwischen 5-10 ml Flavour mit dazu.
In der Fachpresse wir oft erwähnt, dass auch 2 oder 3ml ausreichen. Unserer Meinung nach zu wenig.
Und das wir einen Mix, den wir mit Strawberry Flavour verfeinert haben , nicht einen Fish Stimulator hinzu geben, versteht sich wohl von selbst.
Boilierezepte:
Wer von euch Lust hat, kann sich ja die Arbeit machen und seinen Grundmix selbst herstellen.
An dieser Stelle 5 Boiliemixe, die relativ leicht herzustellen sind.
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